Es ist der Traum vieler Paare: Kirchlich heiraten. Eine Hochzeit in einer prรคchtigen Kirche mit eindrucksvollem Einzug, gedรคmpftem Licht, einer tollen Akustik und andรคchtiger Stimmung. Fรผr einige soll Gott einen Platz in der Trauung finden, fรผr andere spielt er eher eine untergeordnete Rolle.
Was es bei der kirchlichen Trauung zu beachten gibt und welche Fragen bei jedem Paar vorher aufkommen, versuchen wir im nรคchsten Abschnitt zu beantworten:

  • Welche Formen von kirchlichen Trauungen gibt es?
  • Welche Voraussetzungen fรผr eine kirchliche Trauung braucht man?
  • Was fรผr Kosten kommen bei einer kirchlichen Trauung auf mich zu?
  • Wie kann ich eine kirchliche Trauung mรถglichst modern gestalten?
    • Kirchliche Trauung und freie Trauung kombinieren
  • Unterschiede: kirchlich heiraten vs. frei trauen (hier geht’s zum Artikel)

Kirchlich heiraten: Die drei Formen der kirchlichen Trauung

Wenn man von einer weltlich-christlichen Trauung ausgeht, dann sind es diese drei grรถรŸeren Konfessionen bzw. „Feier-Formen“ der Kirche, die wir uns nรคher ansehen:

  • evangelisch
  • katholisch
  • รถkumenisch

Kirchlich heiraten: Voraussetzungen fรผr eine kirchliche Trauung

Nicht jede Konfession hat die gleichen Vorgaben. Sofern ihr euch mehr fรผr die Formalitรคten und Unterlagen interessiert, dann empfehlen wir euch diesen Artikel.

Wir haben uns alle drei Formen der kirchlichen Trauungen angesehen und fassen zusammen:

Evangelische Trauung

Um eine Trauung zu ermรถglichen, muss mindestens einer der kรผnftigen Ehepartner evangelisch getauft sein und der andere einem christlichen Glauben angehรถren. Der Eintritt in die evangelische Kirche gestaltet sich allerdings recht einfach.
Auch wer als Mitglied der evangelischen Kirche einen konfessionslosen oder geschiedenen Partner hat, kann bei einigen Landeskirchen einen Gottesdienst anlรคsslich der EheschlieรŸung anfragen und fรผr gleichgeschlechtliche Paare sind kirchliche EheschlieรŸungen in fast allen Landeskirchen der evangelischen Kirche in Deutschland mรถglich.
Die evangelische Kirche traut allerdings lediglich getaufte Paare, wรคhrend die katholische Kirche einen konfessionslosen Partner oder einen einer anderen Religionsgemeinschaft angehรถrigen Partner zulรคsst.

Katholische Trauung

Fรผr eine kirchliche katholische Hochzeit muss mindestens ein Partner den katholischen Glauben haben und der Kirche angehรถrt. Hier ist eine EheschlieรŸung – wie bereits erwรคhnt – dann auch mit einem ungetauften, andersglรคubigen oder atheistischen Partner mรถglich.
Fรผr Gleichgeschlechtliche Paare ist dies allerdings nicht ganz unbeschwert mรถglich. Zwar sprechen sich viele Geistliche dafรผr aus und es haben sich in verschiedenen Lรคndern Europas bereits einige Paare kirchlich trauen lassen, dennoch ist dies derzeit eher eine Ausnahme. Ab Mรคrz 2026 soll es in der katholischen Kirche in Deutschland aber ganz offiziell Traumรถglichkeit fรผr homosexuelle Paare geben.
Auch eine Trauung ohne Firmung ist keine Pflicht, wird aber eigentlich empfohlen und erwรผnscht. Es wird hier allerdings erwartet, dass kรผnftige Kinder getauft und im katholischen Glauben erzogen werden. Fรผr getaufte Personen gilt mit dem Kirchenaustritt die Taufe nicht als aufgehoben oder ausgelรถscht. Es gelten hier dann die gleichen Regeln wie bei konfessionsverschiedenen Trauungen.

ร–kumenische Trauung

Natรผrlich gibt es auch die Mรถglichkeit als glรคubiges Paar mit unterschiedlichen Konfessionen, den Gottesdienst รถkumenisch zu gestalten. Bei der รถkumenischen Trauung wird entweder evangelisch zusammen mit einem katholischen Pfarrers oder katholisch in Begleitung eines evangelischen Geistlichen getraut. Hinsichtlich des Rituals kann man hier frei wรคhlen.
Sofern sich das Brautpaar fรผr die evangelische Kirche entscheidet, benรถtigt der katholische Partner von seiner Kirche die sogenannte โ€žDispensโ€œ, eine Art Freistellung, die der zustรคndige katholische Pfarrer beim Bistum einholen muss.

Kirchlich heiraten: Die Kosten

Ganz grundsรคtzlich ist eine kirchliche Trauung in der eigenen Gemeinde kostenlos. Dennoch ist es Gang und Gebe, dass man als Brautpaar als Dankeschรถn entweder die Kollekte oder aber eine fixe Summe (meist zwischen 50 bis 250 Euro) spendet.
Lรคsst man sich nicht in der Heimatkirche trauen und wรคhlt eine andereย Kirche oder Kapelle, kann diese eine Gebรผhr berechnen, die zwei- oder auch dreistellig sein kann. Zu bedenken ist auch, dass Orgelspiel und Dekoration ebenfalls fรผr individuelle Kosten sorgen.

Kirchlich heiraten: Modern gestalten und mit einem freien Redner kombinieren

Einbezug eines freien Redners / einer freien Rednerin

Wenn ihr in einer lockeren Gemeinde zuhause seid, dann sind manche Geistliche sehr flexibel und lassen entweder einen Redner oder eine Rednerin mit in der Kirche sprechen oder sie kommen selber zu einer Traulocation eurer Wahl – sofern ihr nicht die Kirche als Trauort bevorzugt und der Fokus auf dem Dabeisein von Gott liegen soll.

Generell ist eine Kombination aus kirchlicher und freier Trauung mรถglich und eine super schรถne Option, die Trauung noch freier und nach euren Wรผnschen zu gestalten. Seien es Fรผrbitten von den Freunden vortragen, eine Traukerze entzรผnden oder die Musiker eurer Wahl engagieren. Es ist euer Tag und ihr bestimmt, wie ihr ihn gestalten mรถchtet.

Martinredet unterstรผtzt und berรคt euch hier sehr gerne, was und wie ihr die Planung der (freien) Trauung am besten angeht.

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Fazit

Heutzutage fรคllt vielen die Entscheidung nicht so leicht, ob eine kirchliche Trauung noch zeitgemรครŸ ist und ob sie inhaltlich das wiedergibt, was ein Hochzeitspaar hรถren mรถchte. Klar, kirchliche Trauungen sind zwar gรผnstig, aber der Gestaltungsspielraum fรผr die Zeremonie ist eher klein. Hingegen ist eine freie Trauungen vergleichsweise teuer, dafรผr รผberall mรถglich und vom Ablauf sehr individuell gestaltbar. Ein schรถner Kompromiss kรถnnte es demnach sein, bei den Trauungen Freunde einzubeziehen, um es persรถnlicher zu machen oder die Gemeinden zu fragen, ob man fรผr den freien Teil einen Redner oder eine Rednerin engagieren darf und so das beste aus beiden Welten vereint.